MASSE

Bild: berghain.de

Am gestrigen Abend kombinierten sich zwei meiner momentan zentralen Interessensgebiete – Ballett und Techno – zu einer großartigen Veranstaltung: Das Staatsballett Berlin bespielte in Kooperation mit dem Berghain zum ersten Mal die hintere Halle des Heizkraftwerks mit der Produktion MASSE, einer dreiteiligen Ballettinszenierung.

Jeder Akt wurde von unterschiedlichen Choreographen und Tänzern des Staatsballetts gemeinsam mit jeweils einem dem Berghain nahestehenden DJ bzw. DJ-Team (DIN, Marcel Dettmann & Frank Wiedemann, Hendrik Schwarz) entwickelt. Alle haben sich mit dem Phänomen Masse auseinandergesetzt – musikalisch als auch körperlich und geistig unterschiedlich.

In den Choreographien wurden schnell sich ähnelnde Muster (Gruppendynamik, Cluster, Ausbruch und Synchronismus / Asynchronismus) deutlich. Auch die Musikstücke erfüllten für mich alle Ansprüche, die ich persönlich an sie gestellt habe: Den Hallen des Berghains gerecht werden, aber auch den Körpern, die sich da bewegen, und dem modernen Ballett generell.

Darum ging es mir sogar hauptsächlich: Ich war so begeistert von der zweiten Koproduktion von Staatsballett und Berghain (das erste gemeinsame Projekt fand unter dem Namen „Shut Up and Dance! Updated“ 2007 statt), weil es für mich Ballettinszenierungen endlich in einen plausiblen Kontext stellt. Ballett als Performance – selbst modernes Ballett – hat oft einen trägen, konservativen Beigeschmack. Die Muster der Bewegungen sind zu schnell durchschaubar oder, bei modernen Stücken, sogar absichtlich weggelassen. Im Kontext von Techno und zugegebenermaßen auch dem Mythos, der dem Berghain innewohnt, bekommen die Bewegungsabläufe einen neuen Geist und auch eine neue Bedeutung.

Natürlich tut das Gebäude des Berghains sein Übriges (das Bühnenbild von Norbert Bisky war zwar nicht schlecht, aber zu vernachlässigen) – seine Wucht im Kontrast zu den feingliedrigen Körpern der Tänzer und in Kombination mit der Musik, formt schon an sich ein massives Statement.

Wer Tickets für eine der folgenden (ausverkauften!) Aufführungen hat, sieht sich das Video besser noch nicht an – allen anderen sei ein kurzer Blick auf die Proben in der arte Metropolis-Sendung ans Herz gelegt.

David Streit – Der Smarte Mensch

selfdigitalself:

My friend David Streit recently finished his design studies with his master thesis on the Smart Human. He explored the change of our daily live through digitalization and medialization and, in particular, explored new ways of connecting digital media to our analog lives.

The thesis topic is close to what I wrote about; it also contains a lot of interviews (I was one of David’s interviewees, too). If you speak german, you should definitely have a look at it.

David hat seine Masterthesis veröffentlicht, die mein Bachelor-Thema Self / Digital Self anschneidet und einen weiteren relevanten Aspekt der Digitalisierung exploriert. Lesen!

Me in the context of art

Me in the context of art

  1. Me in the context of art
  2. Art I understand and therefore sometimes find boring; there is nothing left to think about
  3. Art I love because it itches on the border of my comfort zone
  4. Art I am not really interested in because it’s boring/pretending to be out of my comfort zone but isn’t/too close to me
  5. Art I love because it’s just too far away from everybody. It fascinates me how someone can think of something no one can really think about